Kurz gesagt: Blüten, Haschisch und Extrakte gehören in einen luftdichten, lichtundurchlässigen Behälter, locker befüllt, an einen dunklen Ort mit 15 bis 20 °C. Für Blüten kommt eine relative Luftfeuchtigkeit von 55 bis 62 % hinzu. Unter diesen Bedingungen behält eine Blüte ihr Aussehen und ihr Aromaprofil bis zu 12 Monate. Dieser Ratgeber erklärt jeden Faktor, vom einzelnen Sammlerglas bis zum Lager eines Händlers.
Aktualisiert am 17. Oktober 2026 · Experten-Ratgeber mit wissenschaftlichen Quellen
Vier Werte reichen, um eine Blüte, ein Haschisch oder einen Extrakt so zu erhalten, wie das Material das Analyselabor verlassen hat. Der Rest der Seite erklärt das Warum und die Sonderfälle.
Diese Zahlen sind belegt. Den Bereich von 15 bis 20 °C nennen wir in den FAQ unseres Katalogs, und er deckt sich mit einem klassischen Befund: In der Stabilitätsstudie von Fairbairn, Liebmann und Rowan (1976) spielten Temperaturen bis 20 °C für den Cannabinoidverlust keine nennenswerte Rolle, während Licht die Hauptursache war. Der Feuchtebereich stammt aus der Norm ASTM D8197, die für getrocknete Blüten eine Wasseraktivität zwischen 0,55 und 0,65 festlegt.
Die 12 Monate gelten für eine Blüte in der Originalverpackung, kühl, trocken und dunkel gelagert. Für einen Beutel, der täglich auf einem sonnigen Regal geöffnet wird, gelten sie nicht: Dort verblasst das Aromabouquet innerhalb weniger Wochen.
Alles, was eine Blüte wertvoll macht, steckt in den Drüsentrichomen, den winzigen Harzköpfchen, die die Kelche glitzern lassen. Dort bildet die Pflanze ihre Cannabinoide (CBD, CBG, CBN und weitere) und ihre Terpene, die Duftmoleküle, die jede Sorte unverwechselbar machen. Nach Ernte und Trocknung wird dieser Vorrat nicht mehr aufgefüllt, er kann nur noch schrumpfen. Gute Lagerung bremst diesen Schwund.
Terpene sind flüchtig und gehen als Erstes verloren. Ein Team des Technion um David Meiri (Milay et al., Frontiers in Plant Science, 2020) hat Blüten ein Jahr lang bei 25 °C, 4 °C, minus 30 °C und minus 80 °C beobachtet. Im Schnitt war nach vier Monaten mehr als die Hälfte der Terpene verschwunden, während die Cannabinoide nach zwölf Monaten nur um rund 26 % gesunken waren. Das Aroma ist deshalb der empfindlichste Gradmesser für die Lagerqualität.
Nicht alle Terpene verhalten sich gleich. Kleine Monoterpene wie Myrcen, Limonen und Pinen entweichen viel leichter als schwerere Sesquiterpene wie Caryophyllen. Ross und ElSohly haben das 1996 gemessen (Journal of Natural Products): Nach einer Woche Trocknung und drei Monaten Lagerung war die Ausbeute an ätherischem Öl um etwa 55 % gefallen, und der Anteil der Monoterpene am Öl war von 92 % auf 62 % gesunken. Deshalb verliert eine zitrusbetonte Sorte schneller an Frische als eine pfeffrig-holzige. Unser Terpen-Ratgeber erklärt diese Aromafamilien ausführlich.
Cannabinoide sind robuster, aber nicht unbegrenzt haltbar. Sauerstoff, Licht und Wärme verändern ihr Profil nach und nach. Der bekannteste Alterungsmarker ist CBN, das mit der Zeit zunimmt, wie unser CBN-Ratgeber erläutert. Eine gut gelagerte Blüte zeigt auch Monate später ein Analyseprofil, das ihrem ursprünglichen Datenblatt sehr nahekommt.
Eine ganze Blüte ist ihre eigene Verpackung: Brakteen und Zuckerblätter schützen einen Teil der Trichome. In der Technion-Studie enthielten gemahlene Proben weniger Terpene als ganze und verloren sie schneller. Die Regel ist einfach: Blüten nie vor dem Einlagern zerkleinern.
Licht, Wärme, Sauerstoff, Feuchtigkeit und Berührung wirken zusammen. Wer nur einen Faktor ausschaltet, gewinnt wenig.
Der zerstörerischste Faktor. Fairbairn und Kollegen identifizierten Licht als Hauptursache für Cannabinoidverluste. UV-Strahlung spaltet Moleküle und bleicht das Grün der Blüten aus. Eine beleuchtete Vitrine oder eine Fensterbank kann eine Charge in wenigen Wochen ruinieren.
Wärme beschleunigt jede chemische Reaktion und treibt Terpene aus. Vom Technion-Team zitierte Arbeiten deuten darauf hin, dass sich der Terpenabbau pro 10 °C mehr etwa verdoppelt. Über 25 °C wird auch Harz klebrig und empfindlich.
Luft oxidiert Cannabinoide und Terpene langsam. In einer vierjährigen Studie des schwedischen National Forensic Centre an Harzplatten (Grafström et al., 2019) verloren offen an der Luft gelagerte Proben bei Raumtemperatur 64 bis 74 % ihres Hauptcannabinoids, luftdicht verschlossene dagegen 25 bis 42 %.
Zu viel davon lädt Schimmel ein, zu wenig macht Blüten spröde und lässt Trichome abfallen. Die sichere Zone ist schmal: eine Wasseraktivität von 0,55 bis 0,65, also 55 bis 65 % relative Luftfeuchtigkeit in einem geschlossenen Glas.
Jedes Öffnen tauscht die Luft im Behälter aus, jeder Griff reißt Trichome ab, jedes Schütteln löst sie. Finger bringen zudem Wärme und Hautfett mit. Je weniger eine Charge angefasst wird, desto besser hält sie, und dieser Faktor ist am leichtesten zu kontrollieren.
Für die tägliche Aufbewahrung und für einen Bestand mit Umschlag sind 15 bis 20 °C der beste Kompromiss. Kühl genug, um den Terpenverlust zu bremsen, und nah genug an der Raumtemperatur, um die Tücken der Kälte (Kondenswasser, spröde Trichome) zu vermeiden. Wichtiger als der genaue Wert ist Konstanz: Ein Schrank, der nachts 14 °C und nachmittags 26 °C hat, lässt den Behälter „atmen“, und jeder Zyklus zieht Luft und Feuchtigkeit hinein.
Langzeitstudien zeigen, dass stärkere Kälte den Cannabinoidabbau weiter verlangsamt, vor allem bei Harzen und Extrakten. Ein italienisches Team (Zamengo et al., Forensic Science International, 2019) verfolgte Haschisch und Blüten über vier Jahre: Nur das Einfrieren bei minus 20 °C verhinderte einen deutlichen Rückgang, der Kühlschrank allein schaffte das über diesen Zeitraum nicht. Kälte hat aber ihre eigenen Nachteile, die im Abschnitt Kühlschrank und Gefrierfach beschrieben sind. Für Blüten, die ansehnlich bleiben sollen, bleiben 15 bis 20 °C der Maßstab.
Die Luftfeuchtigkeit ist der technischste Faktor. Oft ist vom „Feuchtegehalt“ die Rede, entscheidend ist aber die Wasseraktivität (aw): Sie beschreibt, wie verfügbar das Wasser im Material ist, auf einer Skala von 0 bis 1. In einem geschlossenen Glas stellen Blüte und Luft ein Gleichgewicht her. Die relative Luftfeuchtigkeit (in %) entspricht dann der Wasseraktivität mal 100. Eine Blüte mit aw 0,60 hält ihr Glas also bei rund 60 %.
| Relative Luftfeuchte | Zustand der Blüte | Risiko |
|---|---|---|
| Unter 50 % | Trocken, bröselig | Trichome fallen ab, Aroma flach |
| 50 bis 55 % | Fest, leicht trocken | Kurzfristig in Ordnung |
| 55 bis 62 % | Geschmeidig, Stiel bricht sauber | Zielbereich |
| 62 bis 65 % | Weich, federnd | Obergrenze, beobachten |
| Über 65 % | Schwammig, Heugeruch | Schimmel möglich |
ASTM D8197 hält die Wasseraktivität unter 0,65, um mikrobielles Wachstum zu verhindern, und verlangt oberhalb von 0,68 eine Nachtrocknung. Die Fachliteratur sieht die praktische Grenze für die meisten Schimmelpilze und Hefen bei etwa 0,70. Zwischen 0,65 und 0,70 können nur noch an Trockenheit angepasste Arten wachsen, doch der Sicherheitsabstand ist dann aufgebraucht.
Unter 0,55 werden Blüten brüchig. Die Trichomköpfe, der empfindlichste Teil, brechen beim kleinsten Stoß ab und landen als Staub am Glasboden. Übertrocknete Blüten wirken außerdem matter und verlieren ihr Bouquet schneller. Dieselbe ASTM-Norm setzt die Untergrenze von 0,55 genau deshalb, um Bruch bei der Handhabung zu vermeiden.
Ein kleines digitales Hygrometer in einem Referenzglas kostet wenig und erspart böse Überraschungen. Lass es etwa zwölf Stunden im geschlossenen Behälter, bevor du den Wert abliest, damit sich das Gleichgewicht einstellt. Profis nutzen genauere Wasseraktivitätsmessgeräte und Datenlogger mit Verlauf (siehe Großlager).
Ein Zwei-Wege-Feuchtigkeitspack enthält eine gesättigte Salzlösung hinter einer Membran, die Luftfeuchtigkeit durchlässt, die Flüssigkeit aber zurückhält. Ist die Luft im Glas zu trocken, gibt das Pack Feuchtigkeit ab, ist sie zu feucht, nimmt es welche auf. So hält es eine feste relative Luftfeuchtigkeit, die auf der Verpackung steht. Einfacher lässt sich der Zielbereich nicht halten, ohne das Glas täglich zu kontrollieren.
| Pack | Ergebnis | Geeignet für |
|---|---|---|
| 58 % | Feste, formstabile Blüten | Lange Lagerung, feuchtes Klima, dichte Blüten |
| 62 % | Weichere, federnde Blüten | Schneller Umschlag, trockenes Klima, lockere Blüten |
Einweg-Trockenmittel wie Silicagel arbeiten nur in eine Richtung: Sie nehmen Feuchtigkeit auf und geben nie etwas zurück. In einem Blütenglas trocknen sie das Material zu stark aus. Ihr Platz ist der Versandkarton oder der Lagerraum, nicht der direkte Kontakt mit der Ware.
Der Behälter erledigt die halbe Arbeit. Er muss Licht abhalten, luftdicht schließen, keine Aromen aufnehmen und die Ware nicht zerdrücken.

| Behälter | Empfohlene Dauer | Vorteile | Grenzen |
|---|---|---|---|
| Braunglas oder UV-Schutzglas | Langfristig | Luftdicht, neutral, filtert UV | Zerbrechlich, trotzdem dunkel lagern |
| Klares Einmachglas | Langfristig, im Schrank | Neutral, günstig | Kein Lichtschutz |
| Edelstahlbehälter | Langfristig | Lichtdicht, robust, neutral | Inhalt unsichtbar, Dichtung prüfen |
| Vakuumbeutel | Sehr langfristig | Kaum Sauerstoff | Drückt empfindliche Blüten platt |
| Blickdichter Barrierebeutel, verschweißt | Mittelfristig, Transport | Leicht, lichtdicht, diskret | Wenig formstabil, schlecht wiederverschließbar |
| Hartplastikbox | Kurzfristig | Leicht, bruchfest | Nimmt Gerüche an, statische Aufladung |
| Dünner Zipbeutel | Wenige Tage | Praktisch, billig | Luftdurchlässig, kein Schutz |
Glas ist chemisch neutral: Es gibt nichts ab und nimmt nichts auf. Braunglas, seit Generationen in der Apotheke im Einsatz, hält Strahlung unterhalb von etwa 450 Nanometern zurück und deckt damit den UV-Bereich ab. Violett- oder Schwarzglas filtert zusätzlich einen Teil des sichtbaren Lichts. Trotzdem ersetzt kein Glas einen geschlossenen Schrank: Völlige Dunkelheit bleibt der sicherste Schutz.
Folien aus Polyethylen oder Polypropylen lassen langsam Sauerstoff durch und nehmen einen Teil der Aromastoffe auf: Der Beutel riecht nach Blüte, während die Blüte verarmt. Kunststoff lädt sich außerdem statisch auf und zieht Trichome an die Wände. Für den Transport einer Probe über ein paar Tage ist ein Zipbeutel in Ordnung. Zum Lagern gehört die Ware in Glas oder Edelstahl.
Ein großes, halb leeres Glas schließt viel Luft und damit viel Sauerstoff ein. Wähle einen Behälter, der nur wenig größer ist als die Menge, die du lagerst, befülle ihn locker, damit die Luft zwischen den Blüten zirkuliert, und setze lieber auf mehrere kleine Gläser als auf ein großes: So öffnest du nur das, was du gerade brauchst.
Harz ist bereits konzentriertes Material: gebündelte Trichome, oft gepresst, mit deutlich weniger Luftkontakt als eine Blüte. Das erklärt seine gute Haltbarkeit. Lindholst (2010) fand bei Harzen und Extrakten, die bei minus 20 °C lagerten, über vier Jahre stabile Cannabinoidgehalte. Empfindlich bleibt Harz dennoch gegenüber Wärme, die es weich macht, und gegenüber Luft, die seine Oberfläche oxidiert und nachdunkeln lässt.
Backpapier (am besten ungebleicht) haftet nicht am Harz und schützt seine Oberfläche vor Kontakt. Jedes Stück einzeln einschlagen und dann ins Glas oder in einen Vakuumbeutel legen. Alufolie im direkten Kontakt und Frischhaltefolie besser meiden, denn sie klebt und hält Aromen fest.
Soll Harz länger als ein Jahr halten, werden Kühlschrank und danach Gefrierfach interessant. Die schwedische Studie von Grafström fand bei Platten, die vier Jahre bei minus 20 °C im Dunkeln lagerten, keine messbare Veränderung. Voraussetzung: eine wirklich luftdichte Verpackung und Akklimatisieren vor dem Öffnen (siehe unten). Mehr über die Materialien erfährst du im CBD-Ratgeber und im CBG-Ratgeber.
Extrakte (Crumble, Shatter, Badder, Wax und weitere Texturen) sind die Produkte mit der höchsten Dichte an Cannabinoiden und Terpenen, aber auch die am wenigsten stabilen. In der Technion-Studie bauten Extrakte schneller ab als Blüten unter gleichen Bedingungen. Drei Gefahren dominieren: Oxidation, Terpenverlust und Veränderungen der Textur.
Lebensmittelechtes Silikon ist praktisch, weil nichts daran haftet, aber es ist gasdurchlässig: ideal für ein paar Tage, ungeeignet für Monate. Ein Glas mit luftdichtem Deckel, bei Bedarf mit einem Stück Backpapier ausgelegt, ist die Referenzlösung für die Langzeitlagerung.
Extrakte halten im Kühlschrank besser als bei Raumtemperatur, im Gefrierfach sehr lange. Schädlich sind Schwankungen: Jeder Wechsel von kalt zu warm erzeugt Kondenswasser und kann die Textur verändern. Glas herausnehmen, geschlossen auf Raumtemperatur kommen lassen, entnehmen, dann zügig wieder kühlen.
Manche Extrakte beginnen zu „zuckern“: Es bilden sich Kristalle, die Textur wird körnig. Diese Keimbildung wird durch Temperaturschwankungen, Verunreinigungen, Staub und häufiges Hantieren begünstigt. Ein sauberes Glas, gleichbleibende Kälte und seltenes Öffnen halten sie in Schach. Kristallisation verändert das Aussehen, nicht die Zusammensetzung der Charge.
Ein heller Extrakt, der dunkel bernsteinfarben wird, eine stumpfe Oberfläche oder ein schwindendes Bouquet deuten auf fortgeschrittene Oxidation hin. Das Glas möglichst voll befüllen und selten öffnen sind die besten Gegenmittel.
| Ort | Temperatur | Vorteile | Risiken |
|---|---|---|---|
| Schrank | 15 bis 20 °C | Konstant, dunkel, kein Kondenswasser | Im Sommer raumabhängig |
| Weinkeller | Etwa 12 bis 14 °C | Sehr konstant, dunkel | Luft oft zu feucht |
| Kühlschrank | Etwa 2 bis 6 °C | Bremst Oxidation von Harzen und Extrakten | Häufiges Öffnen, Gerüche, Kondenswasser |
| Gefrierfach | Etwa minus 18 °C | Sehr lange Lagerung von Harzen und Extrakten | Spröde Trichome, Kondenswasser beim Auftauen |
Der Kühlschrank bremst die Oxidation, was vor allem Harzen und Extrakten zugutekommt. Bei Blüten bringt er zwei Probleme: Die Tür geht ständig auf, die Temperatur schwankt, und feuchte Luft dringt in jeden Behälter, der nicht völlig dicht ist. Wer ihn nutzt, wählt die Rückwand eines Fachs, nie die Tür, und ein luftdichtes Glas.
Nichts bremst die Chemie so stark wie das Gefrierfach, wie die vierjährigen forensischen Studien zeigen. Bei diesen Temperaturen werden Trichomköpfe aber spröde wie Glas und brechen beim kleinsten Stoß ab. Die Technion-Studie verzeichnete zudem den stärksten Terpenrückgang bei Blüten, die bei minus 80 °C lagerten. Für Blüten lohnt das Einfrieren daher nur bei sehr langer Lagerung ohne jede Berührung bis zum vollständigen Aufwärmen. Für Harze und Extrakte ist es eine hervorragende Option.
Einen kalten Behälter nie öffnen: Die Raumfeuchte würde sofort auf der Ware kondensieren. Das geschlossene Glas erst auf Raumtemperatur kommen lassen (bei großen Mengen mehrere Stunden), dann öffnen. Dieselbe Charge nicht mehrmals einfrieren, sondern vorher portionieren.
Ein Weinkeller bietet genau das Gesuchte: Dunkelheit, konstante 12 bis 14 °C, keine Vibrationen. Seine Schwachstelle ist die Luftfeuchtigkeit, die auf Naturkorken abgestimmt ist und oft über dem Zielwert für Blüten liegt. Die Lösung: luftdichte Gläser mit einem 58- oder 62-%-Pack dort einlagern. Der Keller liefert die Stabilität, das Glas sein eigenes Klima.
Für einen Shop, einen Distributor oder einen Großhändler wird Lagerung zur Methodenfrage. Eine schlecht gelagerte Charge verkauft sich schlecht oder gar nicht.

Verpackung, Aussehen, Geruch und Gewicht kontrollieren. Die Feuchte an einer Probe messen, bevor die Charge in den Bestand geht.
Artikelnummer, Chargennummer, Eingangsdatum, Ausgangsgewicht. Klare Etiketten verhindern Fehler bei der Rotation und erleichtern die Rückverfolgbarkeit.
First in, first out: Die ältesten Chargen gehen zuerst raus. Neue Ware kommt hinter die alte, nie davor.
Eine große Charge in Verkaufseinheiten oder Teilchargen aufteilen. Das Hauptgebinde bleibt verschlossen, sein Klima intakt.
Ein Datenlogger pro Lagerzone, mit Verlauf und möglichst mit Alarm. Früh erkannte Abweichungen lassen sich leicht korrigieren.
Eingänge, Ausgänge, Temperatur- und Feuchtewerte, Auffälligkeiten. Diese Aufzeichnungen sind auch bei Kontrollen oder Reklamationen wertvoll.
| Produkt | Temperatur | Feuchte | Empfohlener Behälter |
|---|---|---|---|
| Blüten | 15 bis 20 °C | 55 bis 62 % rF | Licht- oder Braunglas, Pack 58 oder 62 % |
| Gepresste Harze | 15 bis 20 °C, über ein Jahr kalt | Trockene Luft, ohne Pack | Backpapier, dann Vakuumbeutel |
| Gesiebte Harze | 15 bis 20 °C oder Kühlschrank | Trockene Luft | Kleines, volles Glas |
| Extrakte | Kühlschrank, langfristig Gefrierfach | Dichter Behälter | Luftdichtes Glas, Backpapier |
Ein guter Lagerraum ist dunkel, temperiert und trocken: keine oder abgedunkelte Fenster, eine Klimaanlage oder zumindest keine sonnenbeschienenen Außenwände, ein Luftentfeuchter, wenn die Raumluft regelmäßig über 65 % liegt. Regale stehen fern von Wärmequellen, Behälter bleiben außerhalb der Kommissionierung geschlossen. Händler, die ihre Beschaffung aufbauen wollen, finden unsere Konditionen auf der Seite Großhandel Europa und im Gesamtkatalog.
Zur Qualität: Unsere Chargen werden im Labor analysiert, und die Rückverfolgbarkeit pro Charge verknüpft jeden Behälter mit seiner Referenz. Wer das Material vor dem Aufbau eines Bestands begutachten möchte, kann uns über WhatsApp nach einem Muster fragen.
Unter der Lupe sehen Trichome aus wie kleine Kristallpilze mit Stiel und rundem Kopf, geordnet und glänzend. Schimmel bildet dagegen verfilzte, matte Fäden, die mehrere Stellen wie ein Spinnennetz verbinden. Im Zweifel den Behälter isolieren, nie mit einer anderen Charge mischen und den Lieferanten informieren.
Falsch. Übertrocknete Blüten verlieren Trichome und Bouquet. Ziel ist kontrollierte Feuchte, nicht null Feuchte.
Nicht für Blüten, die angefasst werden. Tiefe Kälte macht Trichome spröde, beim Auftauen droht Kondenswasser. Für gut verpackte Harze und Extrakte dagegen hervorragend.
Selten. Ständiges Öffnen, Gerüche und feuchte Luft machen ihn instabil. Ein kühler, dunkler Schrank ist besser.
Ein alter, riskanter Trick: unkontrollierte Feuchtigkeit, fremde Gerüche und ein idealer Nährboden für Schimmel. Ein Zwei-Wege-Pack leistet dasselbe ohne Risiko.
Eine Studie von 2020 (Bueno et al.) ersetzte die Luft in Gläsern durch Argon: Der Terpenverlust junger Blüten blieb ähnlich wie bei den Kontrollproben. Temperatur und Dichtheit zählen mehr.
Gut gelagerte Blüten behalten ihr Profil über Monate weitgehend. In der Bueno-Studie verloren bereits ein Jahr alte Blüten in vier Wochen nur etwa 9 % ihrer Terpene, einen Monat zuvor geerntete dagegen rund die Hälfte.
Beim Transport kommen alle Feinde der Lagerung in wenigen Tagen zusammen: Stöße, Temperaturschwankungen, Druck. Eine gute Versandverpackung besteht aus drei Schichten.
Unsere Pakete verlassen uns in diskreter, sicherer Verpackung mit Sendungsverfolgung. Nach Erhalt den Karton in einem temperierten Raum öffnen, den Inhalt nach einer kalten Reise auf Raumtemperatur kommen lassen, das Aussehen prüfen und alles sofort in die eigenen Lagerbehälter umfüllen. Laufzeiten hängen von Ziel und Versanddienst ab: Lass ein Paket einfach nicht im heißen Auto oder im sonnigen Briefkasten liegen.

Unsere Produkte weisen einen Delta-9-THC-Gehalt unter 0,3 % auf, bestätigt durch Laboranalyse. Die Regeln für Hanf und Cannabinoide unterscheiden sich von Land zu Land und können sich ändern: Jeder Käufer muss vor einer Bestellung oder einem Weiterverkauf die Rechtslage in seinem Land prüfen. Unser Leitfaden Land für Land bietet einen ersten Überblick, die rechtlichen Hinweise nennen unsere Bedingungen.
Die Produkte werden als Sammlerobjekte ohne Bestimmung zum Konsum angeboten. Dieser Ratgeber behandelt ausschließlich die Lagerung der Materialien, ihr Aussehen und ihr Aromaprofil.

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Literatur
Die Fragen, die wir am häufigsten zur Aufbewahrung von Blüten, Haschisch und Extrakten bekommen.
In einem luftdichten Glas, locker befüllt, dunkel bei 15 bis 20 °C und mit 55 bis 62 % relativer Luftfeuchtigkeit. Ein Zwei-Wege-Feuchtigkeitspack hilft, diesen Bereich zu halten. Licht, Wärme, häufiges Öffnen und dünne Plastikbeutel vermeiden.
Idealerweise zwischen 15 und 20 °C, kühl, trocken und lichtgeschützt. Konstanz ist so wichtig wie der Wert selbst, also keine Räume, die sich nachmittags aufheizen. Um Harze oder Extrakte länger als ein Jahr aufzubewahren, sind Kühlschrank oder Gefrierfach mit dichter Verpackung eine Option.
55 bis 62 % relative Luftfeuchtigkeit im geschlossenen Behälter, das entspricht einer Wasseraktivität von 0,55 bis 0,62. ASTM D8197 legt 0,65 als Obergrenze gegen Schimmel und 0,55 als Untergrenze gegen Bruch fest.
58 % passt zu langer Lagerung, feuchtem Klima und dichten Blüten. 62 % hält Blüten weicher und eignet sich für trockenes Klima und schnell drehenden Bestand. Beide liegen im empfohlenen Bereich. Das Pack austauschen, sobald es hart wird.
In der Originalverpackung und unter optimalen Bedingungen (kühl, trocken, dunkel, idealerweise 15 bis 20 °C) halten Blüten bis zu 12 Monate. Terpene nehmen zuerst ab: Ein oft geöffneter oder belichteter Behälter verkürzt diese Zeit deutlich.
Möglich, aber für Blüten selten sinnvoll. Der Kühlschrank wird ständig geöffnet und hat feuchte Luft. Im Gefrierfach werden Trichome spröde, beim Auftauen bildet sich Kondenswasser. Wer einfriert, nutzt einen dichten Behälter und öffnet ihn erst bei Raumtemperatur.
Das Harz in Backpapier einschlagen und in ein luftdichtes Glas oder einen Vakuumbeutel legen, trocken und dunkel. Gepresste Harze vertragen Vakuum gut. Für sehr lange Lagerung verlangsamt Kälte die Alterung zusätzlich.
In einem luftdichten Glasbehälter, bei Bedarf mit einem Stück Backpapier, mittelfristig im Kühlschrank. Silikon reicht für ein paar Tage. Öffnen und Temperaturwechsel begrenzen, denn sie fördern Oxidation und Kristallisation.
Nur für wenige Tage. Dünnes Plastik lässt Sauerstoff durch, nimmt einen Teil des Aromas auf und zieht Trichome durch statische Aufladung an. Zum Lagern besser luftdichtes Glas oder Edelstahl.
Gealterte Blüten verfärben sich (gelb, braun), verlieren ihr Bouquet oder riechen nach Heu. Verschimmelte Blüten zeigen weißen oder grauen Flaum aus Fäden, dunkle Punkte oder muffigen Geruch. Trichome dagegen glänzen und sind klar geformt. Im Zweifel die Charge isolieren und aus dem Verkauf nehmen.
Wareneingangsprüfung, Etiketten mit Charge und Datum, FIFO-Rotation, Aufteilen, damit das Hauptgebinde verschlossen bleibt, Thermo-Hygrometer mit Aufzeichnung in jeder Zone und ein Lagerbuch. Der Raum muss dunkel, temperiert und trocken bleiben.
Pakete gehen in diskreter, sicherer Verpackung mit Sendungsverfolgung raus. Nach Erhalt den Inhalt auf Raumtemperatur kommen lassen, das Aussehen prüfen und die Produkte in geeignete Lagerbehälter umfüllen.
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