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Referenz-Glossar · Green Connection

DAS HANF- UND CBD-GLOSSAR

Trichom, CBGA, Terpinolen, Full Melt, Light Dep, LOQ, Incoterms: Das Vokabular rund um Hanf vereint Botanik, Chemie, altes Handwerk und europäisches Recht. Dieses Glossar versammelt 138 Fachbegriffe mit präzisen, belegten Definitionen, alphabetisch sortiert und nach Themen gruppiert, damit du dieselbe Sprache sprichst wie deine Anbauer, Labore und Kunden.

Zum Einstieg

Ein Glossar, um präzise über Hanf zu sprechen

Kurz gesagt: Dieses Glossar erklärt 138 Begriffe rund um Hanf und CBD, von „Aktivität des Wassers“ bis „Zwitter“, in jeweils zwei bis fünf Sätzen. Jede Definition ist sachlich, an wissenschaftlichen oder rechtlichen Quellen geprüft und verweist, wo es sinnvoll ist, auf den Ratgeber unserer Website, der das Thema vertieft.

Die Branche spricht einen Jargon, der aus mehreren Welten stammt: aus der Botanik (Brakteen, Chemotyp), der analytischen Chemie (HPLC, Bestimmungsgrenze), den Handwerkstraditionen des Rif und des Himalaya (Kif, Charas), dem Englisch nordamerikanischer Grower (Light Dep, Full Melt, Badder) und dem europäischen Recht (Sortenkatalog, Incoterms, Reverse Charge). Ein und dasselbe Wort kann sogar je nach Gesprächspartner etwas anderes bedeuten: Im Handel ist „Pollen“ ein trocken gesiebtes Harz, für Botaniker dagegen der Blütenstaub männlicher Pflanzen.

Damit du dich zurechtfindest, steht jeder Begriff zweimal auf dieser Seite: nach Themen gruppiert im Inhaltsverzeichnis unten und alphabetisch sortiert mit einem anklickbaren Register. Cannabinoide werden ausschließlich über ihre chemische Struktur und ihre Rolle in der Pflanze beschrieben. Die ganze Reihe findest du unter alle unsere Ratgeber.

ThemaBegriffeBeispiele
Botanik der Pflanze28Bastfaser, Blütenstand, Braktee
Natürliche Cannabinoide15Cannabinoid, CBC, CBD
Terpene und Aromen20Bisabolol, Botanische Terpene, Caryophyllen
Harze und Texturen18Badder, Charas, Crumble
Anbau und Trocknung21Autoflowering, Blütephase, Botrytis
Labor und Qualität16Aktivität des Wassers (aw), Analysezertifikat, Charge
B2B-Handel und Regulierung20Angebot, B2B, Distributor
Inhalt nach Themen

Die Begriffe nach Themen

Sieben Wortfamilien. Klicke auf einen Begriff, um zur Definition zu springen.

Natürliche Cannabinoide

Die terpenophenolischen Moleküle des Hanfs, hier rein chemisch beschrieben.

Harze und Texturen

Das Vokabular der gesiebten und gepressten Harze und der Konzentrate, beschrieben nach Aussehen und Herkunft.

Glossar

Hanf- und CBD-Begriffe von A bis Z

138 Definitionen in alphabetischer Reihenfolge. Über das Register springst du direkt zu einem Buchstaben.

A

Aktivität des Wassers (aw)Wasseraktivität, aw-Wert

Maß für das „freie“, für Mikroorganismen verfügbare Wasser auf einer Skala von 0 bis 1. Die Norm ASTM D8197 nennt für getrocknete Blüten einen Bereich von 0,55 bis 0,65: niedrig genug, um Schimmel zu bremsen, hoch genug, um die Textur zu bewahren. Er ist die Schlüsselgröße in unserem Lagerungs-Ratgeber.

Labor und Qualität
AnalysezertifikatCOA, Prüfbericht

Bericht eines Labors zu einer bestimmten Charge: Probenidentität, Methoden, Cannabinoidwerte und je nach Auftrag Terpene, Feuchte oder Kontaminanten. Ein COA wird zusammen mit Chargennummer, Prüfdatum und Laborname gelesen. Es gilt nur für die Charge, die es nennt.

Labor und Qualität
AngebotKostenvoranschlag

Datierter, bepreister Vorschlag mit Produkten, Mengen, Stückpreisen, Versandkosten und Zahlungsbedingungen. Für gewerbliche Mengen werden Preise per Angebot festgelegt. Nach Annahme bindet es beide Seiten.

B2B-Handel und Regulierung
Autofloweringselbstblühend, Automatik

Von ruderalis geerbte Eigenschaft: Die Pflanze blüht nach ihrem Alter, wenige Wochen nach der Keimung, unabhängig von der Tageslänge. Der Zyklus ist kurz, die Pflanze bleibt klein. Solche Sorten eignen sich für schnelle Kulturen und Breiten mit kurzen Sommern.

Anbau und Trocknung
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B

B2BBusiness to Business, Handel zwischen Unternehmen

Verkauf zwischen Unternehmen: Shops, Distributoren, Großhändler. Preise verstehen sich in der Regel netto, in Mengenstaffeln, mit Rechnung an das Unternehmen. B2B setzt eine steuerliche Identifikation des Käufers voraus.

B2B-Handel und Regulierung
BadderBatter

Konzentrat mit cremiger, geschmeidiger Konsistenz ähnlich einem Kuchenteig, daher der englische Name. Opak und gelb bis golden, wird es mit einem Spatel verarbeitet. Der Begriff beschreibt eine Textur, keine Zusammensetzung.

Harze und Texturen
BastfaserHanffaser, Werg

Lange, reißfeste Faser in der Rinde des Stängels, dem Bast. Sie wird durch die Röste freigelegt, einen kontrollierten Abbau des umgebenden Gewebes. Textilien, Seile, technische Papiere und Verbundwerkstoffe sind ihre wichtigsten Absatzwege.

Botanik der Pflanze
BisabololAlpha-Bisabolol

Sesquiterpenalkohol, C15H26O, mit sanftem, blumigem Duft, bekannt als Bestandteil der Echten Kamille. In kleinen Mengen in manchen Hanfsorten enthalten, rundet es das Bouquet ab. Es ist wenig flüchtig.

Terpene und Aromen
BlütenstandBlüte, Bud, Infloreszenz

Dichte Traube weiblicher Blüten an den Triebspitzen, im Handel schlicht Blüte oder Bud genannt. Dichte, Trichombesatz und Qualität des Trimmens sind die ersten Kaufkriterien, die unser Ratgeber zur Qualität von Hanfblüten im Detail erklärt.

Botanik der Pflanze
BlütephaseBlüte

Phase, in der die Pflanze ihre Blütenstände bildet, ausgelöst durch längere Nächte oder indoor durch den Wechsel auf 12 Stunden Licht. Sie dauert je nach Genetik meist sieben bis zehn Wochen. In den ersten Wochen strecken sich die Triebe deutlich.

Anbau und Trocknung
Botanische Terpenenicht aus Hanf stammende Terpene

Terpene aus anderen Pflanzen (Zitrusfrüchte, Nadelhölzer, Gewürze) oder gemischt, um ein Profil nachzuahmen. Die Moleküle sind mit denen des Hanfs identisch, doch die Mischungen bilden die hunderten Spurenstoffe eines natürlichen Bouquets nicht nach. Im Gegensatz dazu spricht man von hanfeigenen Terpenen.

Terpene und Aromen
BotrytisGrauschimmel, Knospenfäule

Schimmel durch Botrytis cinerea, der dichte Buds von innen befällt, wenn die Luft feucht und kühl ist. Befallene Stellen werden braun und überziehen sich dann mit grauem Flaum. Eine befallene Charge muss aussortiert werden.

Anbau und Trocknung
BrakteeTragblatt, Kelch (umgangssprachlich)

Kleines umgewandeltes Blatt, das jede weibliche Blüte umhüllt und den Fruchtknoten schützt. Im Jargon heißt es oft Kelch, obwohl Hanf keinen echten Kelch besitzt. Brakteen tragen die höchste Dichte an Drüsentrichomen der ganzen Pflanze.

Botanik der Pflanze
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C

CannabinoidPhytocannabinoid

Eine Familie terpenophenolischer Verbindungen, die typisch für Hanf ist; mehr als hundert sind bisher identifiziert. Die von der Pflanze gebildeten heißen Phytocannabinoide. THC, CBD und CBG sind am besten untersucht, die übrigen gelten als Neben-Cannabinoide. Unser Cannabinoid-Guide stellt sie einzeln vor.

Natürliche Cannabinoide
Cannabis sativa L.Kulturhanf

Wissenschaftlicher Name der Art, die Carl von Linné 1753 beschrieb; das „L.“ verweist auf ihn als Autor. Die meisten Botaniker sehen darin eine einzige, sehr variable einjährige Art mit 20 Chromosomen, in der indica und ruderalis als Unterarten oder Varietäten gelten. Faserhanf, Samenhanf und Blütensorten gehören alle zu diesem Taxon.

Botanik der Pflanze
CaryophyllenBeta-Caryophyllen, BCP

Bicyclisches Sesquiterpen, C15H24, mit Noten von schwarzem Pfeffer und Gewürznelke. Es besitzt einen seltenen Vierring aus Kohlenstoff. Im Hanf ist es das am häufigsten dominierende Sesquiterpen; durch Oxidation entsteht Caryophyllenoxid.

Terpene und Aromen
CBCCannabichromen, CBCA

Cannabichromen, C21H30O2, abgeleitet von CBCA, das die CBCA-Synthase bildet. In jungen Pflanzen ist es oft reichlicher vorhanden als in reifen Blüten. Es gehört zu den Neben-Cannabinoiden, auf die Labore immer häufiger prüfen.

Natürliche Cannabinoide
CBDCannabidiol

Cannabidiol, C21H30O2, mit einer molaren Masse von rund 314,5 g/mol. Erstmals 1940 gewonnen, wurde seine Struktur 1963 aufgeklärt. 2020 entschied der EuGH, dass es kein Suchtstoff im Sinne des Übereinkommens von 1961 ist. Alles über das Molekül steht in unserem CBD-Guide.

Natürliche Cannabinoide
CBDACannabidiolsäure

Cannabidiolsäure, C22H30O4, gebildet aus CBGA durch die CBDA-Synthase. Sie ist das häufigste Cannabinoid in den meisten Hanfsorten des EU-Katalogs. Als Isomer von THCA unterscheidet sie sich von diesem durch einen offenen Ring.

Natürliche Cannabinoide
CBDVCannabidivarin

Cannabidivarin, C19H26O2, das Gegenstück zu CBD mit Propylkette. Es kommt vor allem in Chemotypen vor, die reich an CBD und Varinen sind. Wie THCV wird es per Flüssigchromatographie bestimmt.

Natürliche Cannabinoide
CBGCannabigerol

Cannabigerol, C21H32O2, die neutrale Form von CBGA. Lange nur in Spuren vorhanden, dominiert es heute in gezielt gezüchteten Sorten des Chemotyps IV. Chemie, Herkunft und Markt erklärt unser CBG-Guide.

Natürliche Cannabinoide
CBGACannabigerolsäure

Cannabigerolsäure, C22H32O4. Als „Muttermolekül“ ist sie der Ausgangspunkt der Biosynthese: Drei Enzyme bauen sie jeweils zu einer anderen Säure um (THCA, CBDA oder CBCA). Sie reichert sich in Genetiken an, in denen diese Enzyme wenig aktiv sind.

Natürliche Cannabinoide
CBNCannabinol

Cannabinol, C21H26O2, das erste überhaupt identifizierte Cannabinoid, Ende des 19. Jahrhunderts. Es entsteht vor allem durch langsame Oxidation von THC, wenn Blüten und Harze an Luft und Licht altern. Ein hoher CBN-Wert ist daher oft ein Alterszeichen. Siehe unseren CBN-Guide.

Natürliche Cannabinoide
Charas

Harz, das durch Reiben der Blüten lebender Pflanzen von Hand gewonnen wird, eine Tradition des indischen und nepalesischen Himalaya. Charas ist weich, dunkel und sehr aromatisch. Die Gewinnung ist langsam und liefert nur kleine Mengen.

Harze und Texturen
ChargeLos, Chargennummer, Batch

Einheitliche Produktmenge gleicher Herkunft und gleichen Ernte- oder Abpackdatums, gekennzeichnet durch eine eindeutige Nummer. Die Chargennummer verbindet Etikett, Rechnung und Analyse. Bei Green Connection werden die Chargen im Labor analysiert.

Labor und Qualität
ChemotypChemovar

Einteilung von Pflanzen nach dem Cannabinoid, das in ihrem Harz dominiert. Genetische Studien unterscheiden üblicherweise Typ I (THC-dominant), II (gemischt), III (CBD-dominant), IV (CBG-dominant) und V (nahezu cannabinoidfrei). Bestimmt wird er weitgehend von den Synthase-Genen; mehr dazu in unserem Cannabinoid-Guide.

Botanik der Pflanze
ColaHaupttrieb, Top-Bud

Der Blütenstand, der einen Trieb krönt, vor allem den Haupttrieb. Das Wort stammt aus dem Spanischen und bedeutet Schwanz. Die Haupt-Cola ist meist der dichteste und schwerste Bud der Pflanze, während die unteren Äste kleinere Blüten tragen.

Botanik der Pflanze
Crumble

Trockenes, brüchiges Konzentrat, das bei Berührung zerkrümelt, honigfarben bis blassgelb. Die Textur ergibt sich aus geringer Feuchte und wenig Restlösungsmittel. Wie bei Badder beschreibt der Name das Aussehen, nicht die Chemie.

Harze und Texturen
CultivarSorte, Strain, Genetik

Durch Anbau entstandene und erhaltene Sorte. Im EU-Recht ist eine Hanf-„Sorte“ eine amtlich eingetragene Züchtung; im Blütenhandel spricht man eher von Strain oder Genetik. Ein Handelsname allein garantiert kein bestimmtes chemisches Profil.

Botanik der Pflanze
CuringFermentierung, Nachreifung

Die Nachreifung getrockneter Blüten in verschlossenen Behältern über mehrere Wochen, die anfangs regelmäßig geöffnet werden, um die Feuchte auszugleichen. Grasige Noten treten zurück, das Bouquet rundet sich ab. Für Hanf ist das, was die Reifung für Käse oder Tabak ist.

Anbau und Trocknung
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D

DistributorWiederverkäufer

Gewerblicher Käufer, der einkauft, um an andere Verkaufsstellen weiterzuverkaufen, mitunter in einem festgelegten Gebiet. Er unterscheidet sich vom Einzelhändler, der direkt an Endkunden verkauft. Manche Lieferanten reservieren Artikel oder Regionen für ihre Distributoren.

B2B-Handel und Regulierung
Dry SiftTrockensiebung

Harz, das entsteht, wenn trockene Trichome ohne Wasser oder Lösungsmittel durch Siebe mit abnehmender Maschenweite laufen. Jeder Durchgang trennt eine Fraktion anderer Reinheit ab. Die feinsten Qualitäten kommen an die besten Eiswasser-Harze heran; der Vergleich steht in unserem Harz-Ratgeber.

Harze und Texturen
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E

Echter MehltauPowdery Mildew

Krankheit durch Pilze der Ordnung Erysiphales, die einen weißen, mehligen Belag zuerst auf Blättern und dann auf Blüten bilden. Sie gedeiht bei stehender Luft und lässt sich mit bloßem Auge mit Trichomen verwechseln. Eine Lupe schafft Klarheit.

Anbau und Trocknung
Einhäusigmonözisch, monözische Sorte

Pflanze, die männliche und weibliche Blüten am selben Exemplar trägt. Viele Nutzhanfsorten wurden einhäusig gezüchtet, damit Samen- und Faserernte gleichmäßig reifen; französische Züchtungen wie Futura 75 oder Fedora 17 stehen auch auf deutschen Feldern.

Botanik der Pflanze
Einheits-Übereinkommen von 1961Single Convention, Suchtstoffübereinkommen

Vertrag der Vereinten Nationen über Suchtstoffe. Sein Artikel 28 nimmt den Anbau von Hanf für gewerbliche Zwecke (Fasern und Samen) oder gärtnerische Zwecke von seinem Geltungsbereich aus. Im Dezember 2020 strich die UN-Suchtstoffkommission Cannabis aus Anhang IV und beließ es in Anhang I.

B2B-Handel und Regulierung
EORI-NummerEORI

Registrierungs- und Identifizierungsnummer für Wirtschaftsbeteiligte, vergeben vom Zoll. Sie ist Pflicht für Ein- und Ausfuhren über die Grenzen der Europäischen Union hinweg. Sie beginnt mit dem Länderkennzeichen des ausstellenden Staates.

B2B-Handel und Regulierung
ErntefensterTrichomreife

Der beste Zeitraum für die Ernte. Man beurteilt ihn mit der Lupe: Die Trichomköpfe wechseln von klar zu milchig und nehmen dann einen Bernsteinton an. Die Farbe der Narben ergänzt die Einschätzung.

Anbau und Trocknung
ErtragYield

Die geerntete Menge an Trockenblüten, angegeben in Gramm pro Quadratmeter, pro Pflanze oder indoor pro Watt. Ertrag und Qualität gehen nicht immer zusammen: Wer den Ertrag ausreizt, kann Trichomdichte oder Aromenvielfalt verlieren.

Anbau und Trocknung
EuGH-Urteil C-663/18CBD-Urteil von 2020

Entscheidung des Gerichtshofs der EU vom 19. November 2020. Danach ist in einem Mitgliedstaat rechtmäßig hergestelltes CBD kein Suchtstoff im Sinne des Übereinkommens von 1961, und ein anderer Staat darf seinen Vertrieb nur aus hinreichend begründeten Motiven verbieten. Es ist ein Meilenstein im europäischen Hanfrecht.

B2B-Handel und Regulierung
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F

FächerblattFan Leaf, Sonnensegel

Das große, gefingerte Blatt, das als Symbol des Hanfs gilt, meist aus fünf bis neun gezähnten Fiederblättchen. Es leistet den Großteil der Photosynthese, trägt aber wenige Drüsentrichome. Es wird vor oder beim Trimmen entfernt.

Botanik der Pflanze
Feminisierter Samen

Samen, der fast ausschließlich weibliche Pflanzen hervorbringt. Man erhält ihn, indem man eine weibliche Pflanze zur Pollenbildung bringt, die dann nur X-Chromosomen weitergibt. So entfällt das Aussortieren der Männchen.

Anbau und Trocknung
FeuchtegehaltWassergehalt, Restfeuchte

Anteil des Wassers an der Masse einer Probe in Prozent. Er wird über den Masseverlust beim Trocknen bestimmt. Zwei Chargen mit gleichem Feuchtegehalt können eine unterschiedliche Wasseraktivität haben, deshalb ergänzen sich beide Messungen.

Labor und Qualität
FlavonoidCannflavin

Pflanzliches Polyphenol, das vor allem zur Färbung der Gewebe beiträgt. Hanf bildet mehrere davon, darunter die Cannflavine A, B und C, die nur in dieser Pflanze vorkommen. Da Flavonoide praktisch nicht flüchtig sind, spielen sie für den Duft kaum eine Rolle, anders als Terpene.

Terpene und Aromen
FlüchtigkeitSiedepunkt

Die Neigung einer Verbindung, in die Luft überzugehen. Leichte Monoterpene entweichen deutlich schneller als Sesquiterpene. Eine Referenzstudie maß 31 % Verlust an ätherischem Öl nach einer Woche Lufttrocknung und 55 % nach drei Monaten Lagerung; daher die Regeln zur Lagerung von Blüten und Harzen.

Terpene und Aromen
Full MeltFull Melt Hash

Die reinste Qualitätsstufe gesiebter Harze, fast nur aus Trichomköpfen bestehend. Man erkennt sie daran, dass sie bei Wärme vollständig schmilzt, ohne Pflanzenrückstände zu hinterlassen. Häufig wird sie auf einer Skala von einem bis sechs Sternen bewertet.

Harze und Texturen
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G

GC-MS und GC-FIDGaschromatographie

Gaschromatographie, gekoppelt mit einem Massenspektrometer (MS), das Moleküle identifiziert, oder einem Flammenionisationsdetektor (FID), der sie quantifiziert. Sie ist das Mittel der Wahl für Terpene und Restlösungsmittel. Die Probe kann aus dem Gasraum über dem Material entnommen werden (Headspace).

Labor und Qualität
Gefiltert (2x, 3x)doppelt gefiltert, dreifach gefiltert

Gibt an, wie viele Siebdurchgänge ein trockenes Harz durchlaufen hat. Jeder Durchgang entfernt Pflanzenreste und erhöht den Anteil an Trichomköpfen. Ein „3x gefiltertes“ Harz ist daher grundsätzlich heller, feiner und reiner als ein „1x“.

Harze und Texturen
Gemeinsamer SortenkatalogEU-Sortenkatalog

Amtliches Verzeichnis der EU mit den Sorten landwirtschaftlicher Pflanzenarten, deren Saatgut vermarktet werden darf. Es enthält mehrere Dutzend Hanfsorten. Nur zertifiziertes Saatgut dieser Sorten berechtigt zu Zahlungen der Gemeinsamen Agrarpolitik.

B2B-Handel und Regulierung
GenotypGenetik

Das Erbgut, das eine Pflanze von ihren Eltern erhält. Es legt das Potenzial fest: Chemotyp, mögliche Aromapalette, Blütedauer. Ein Steckling gibt einen Genotyp exakt weiter, was ein Samen nicht garantieren kann.

Botanik der Pflanze
Gesamt-THCTotal THC

Kennzahl, die THC und den dem THCA entsprechenden THC-Anteil addiert, nach der Formel THC + 0,877 × THCA. Der Faktor 0,877 ist das Verhältnis der molaren Massen beider Moleküle. Mehrere Regelwerke beziehen sich darauf; unsere Seite zum europäischen Rechtsrahmen gibt den Überblick.

Labor und Qualität
GewächshausGreenhouse, Glashaus

Anbau unter einer Abdeckung, der Tageslicht mit Schutz vor Regen, Wind und Schädlingen verbindet. Zusatzbeleuchtung oder Verdunkelung können das System ergänzen. Gewächshausblüten liegen bei Dichte und Preis oft zwischen Indoor und Outdoor.

Anbau und Trocknung
GroßhändlerGroßhandel

Unternehmen, das in großen Mengen bei Produzenten einkauft und an gewerbliche Kunden weiterverkauft. Es wählt aus, prüft und lagert die Ware und bietet Konditionen für Shops. Unsere Konditionen stehen auf der Seite Großhandel Europa.

B2B-Handel und Regulierung
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H

HanfNutzhanf

Gebräuchlicher Name für Cannabis sativa, der für Fasern, Samen oder Blüten angebaut wird. In der Europäischen Union bezeichnet der Begriff Sorten aus dem gemeinsamen Sortenkatalog, deren THC-Gehalt unter dem gesetzlichen Grenzwert bleibt. Hanf gehört zu den ältesten Kulturpflanzen und ist in Asien seit Jahrtausenden belegt.

Botanik der Pflanze
HanfgewächseCannabaceae

Die Pflanzenfamilie, zu der Hanf gehört. Sie umfasst rund zehn Gattungen, darunter Humulus (Hopfen) und Celtis (Zürgelbaum). Die enge Verwandtschaft mit dem Hopfen erklärt manche gemeinsamen Aromen, etwa Myrcen und Humulen, die in beiden Pflanzen vorkommen.

Botanik der Pflanze
HanfsamenAchäne, Hanfnuss

Die trockene Frucht des Hanfs, eine Achäne mit einem einzigen Samen. Sie dient der Aussaat und mehreren landwirtschaftlichen Wertschöpfungsketten, etwa der Ölpressung. In einer Sammlerblüte zeigen Samen an, dass eine Bestäubung stattgefunden hat.

Botanik der Pflanze
Harz

Die klebrige Absonderung der Drüsentrichome, gespeichert unter ihrer dünnen Kutikula. Sie bündelt Cannabinoide und Terpene. Im weiteren Sinn bezeichnet das Wort alle Erzeugnisse, die durch Abtrennen dieser Trichome vom Pflanzenmaterial entstehen.

Harze und Texturen
HaschischHasch, Hash

Gesammeltes und anschließend zu Platten, Kugeln oder Stangen gepresstes Hanfharz. Das Wort kommt vom arabischen haschisch, „Gras“. Marokko, Libanon, Afghanistan und der Himalaya haben jeweils eigene Methoden und Texturen entwickelt, die unser Haschisch- und Harz-Ratgeber vorstellt.

Harze und Texturen
HPLCHochleistungsflüssigkeitschromatographie

Trennverfahren, bei dem die gelöste Probe unter hohem Druck durch eine Säule läuft und jedes Molekül zu einer eigenen Zeit austritt. Mit UV-Detektor ist es der Standard zur Bestimmung von Cannabinoiden. Es arbeitet ohne Erhitzen der Probe und kann so saure und neutrale Formen unterscheiden.

Labor und Qualität
HumulenAlpha-Humulen, Alpha-Caryophyllen

Sesquiterpen, C15H24, Isomer des Beta-Caryophyllens und fast immer mit ihm zusammen zu finden. Sein Name geht auf den Hopfen (Humulus lupulus) zurück, in dem es beschrieben wurde. Es bringt holzige, trockene, krautige Noten.

Terpene und Aromen
HydrokulturHydroponik, erdloser Anbau

Anbau, bei dem sich die Wurzeln aus einer Nährlösung versorgen, in einem inerten Substrat wie Steinwolle oder Blähton. Er erlaubt eine genaue Steuerung der Nährstoffe. Im Gegenzug verlangt er eine ständige Kontrolle von pH-Wert und elektrischer Leitfähigkeit.

Anbau und Trocknung
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I

Ice-O-LatorBubble Hash, Eiswasser-Haschisch, Ice Hash

Harz, das in eiskaltem Wasser von der Pflanze getrennt und dann in einer Reihe von Filterbeuteln mit abnehmender Maschenweite aufgefangen wird. Die Kälte macht die Trichome spröde, sodass sie sauber abbrechen. Der Name stammt von einer Filterbeutel-Marke, die Ende der 1990er-Jahre in den Niederlanden auf den Markt kam.

Harze und Texturen
IncotermsEXW, DAP, DDP

Regeln der Internationalen Handelskammer, aktuell in der Fassung 2020, die festlegen, wer Transport, Versicherung und Zölle bezahlt und wann die Gefahr vom Verkäufer auf den Käufer übergeht. EXW (ab Werk), DAP (geliefert benannter Ort) und DDP (geliefert verzollt) sind am gebräuchlichsten.

B2B-Handel und Regulierung
Indica / SativaHybride

Etiketten, die aus der Beschreibung von Pflanzen unterschiedlicher Herkunft entstanden: die eine gedrungen mit breiten Blättern, die andere hoch mit schmalen Blättern. Analysen von zehntausenden Proben zeigten, dass sie die tatsächliche Chemie schlecht vorhersagen. Heute beschreiben sie vor allem die Wuchsform.

Botanik der Pflanze
IndoorInnenanbau

Anbau unter Kunstlicht (LED oder Natriumdampflampen) in einem geschlossenen Raum, in dem Temperatur, Luftfeuchte und Luftaustausch gesteuert werden. Er erlaubt mehrere Ernten pro Jahr und liefert dichte, stark bereifte Buds. Den vollständigen Vergleich bietet unser Ratgeber Indoor, Outdoor, Gewächshaus.

Anbau und Trocknung
ISO/IEC 17025Akkreditierung, DAkkS

Internationale Norm mit den Anforderungen an die Kompetenz von Prüf- und Kalibrierlaboratorien. Die Akkreditierung vergibt eine nationale Stelle, in Deutschland die DAkkS, in Österreich Akkreditierung Austria, in der Schweiz die SAS. Sie gilt für bestimmte Methoden, nicht für das Labor als Ganzes.

Labor und Qualität
Isomer

Moleküle mit gleicher Summenformel, aber unterschiedlicher Anordnung der Atome. THC und CBD sind Isomere (C21H30O2), ebenso THCA und CBDA (C22H30O4). Wiegen allein reicht also nicht, um sie zu unterscheiden; dafür braucht es eine chromatographische Trennung.

Natürliche Cannabinoide
IsoprenC5-Einheit

Molekül mit fünf Kohlenstoffatomen (C5H8), das als Baustein aller Terpene dient. Zwei Einheiten ergeben ein Monoterpen mit C10, drei ein Sesquiterpen mit C15. Diese „Isoprenregel“ ordnet Terpene nach ihrer Größe.

Terpene und Aromen
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K

KifKief

Pulver aus Trichomköpfen, die durch Reiben über Siebe trocken von den Blüten getrennt werden. Das Wort arabischen Ursprungs bezeichnet in Marokko auch die Pflanze selbst. Ungepresster Kif ist die einfachste Form gesiebten Harzes.

Harze und Texturen
KonzentratExtrakt

Oberbegriff für jedes Material, in dem Trichome oder ihre Inhaltsstoffe von der Pflanze getrennt wurden. Man unterscheidet mechanische Konzentrate (Kif, Haschisch, Rosin) von solchen, die mit Lösungsmitteln entstehen. Badder, Crumble, Shatter und Wax sind Bezeichnungen für Texturen.

Harze und Texturen
Kopfiges Stieltrichomgestieltes Drüsentrichom

Das größte Drüsentrichom: ein kugeliger Kopf auf einem Stiel, vor allem auf den Brakteen während der Blüte. Forschende der University of British Columbia zeigten, dass diese Trichome die meisten Cannabinoide und Terpene bilden. Ihre Köpfe sind es, die hochwertige Harze gezielt gewinnen wollen.

Botanik der Pflanze
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L

LandrasseLandsorte, Landrace

Lokale Population, die über Generationen in derselben Region ohne moderne Züchtung angebaut wurde und an ihr Klima angepasst ist. Landrassen aus dem Hindukusch, dem Rif oder Südostasien stehen hinter vielen heutigen Genetiken. Sie sind ein lebendiges Reservoir aromatischer Vielfalt.

Botanik der Pflanze
Light DepLight Deprivation, Verdunkelung

Gewächshaustechnik, bei der die Pflanzen abgedeckt werden, um die Tage künstlich zu verkürzen und die Blüte einzuleiten. So sind zwei oder drei Ernten pro Saison statt einer möglich. Der Begriff ist die Kurzform des englischen light deprivation.

Anbau und Trocknung
LimonenD-Limonen

Monocyclisches Monoterpen, C10H16, das nach Orangen- oder Zitronenschale duftet. Die D-Form ist die der Zitrusfrüchte. Im Hanf häufig als Nebenterpen vertreten, verleiht es Blüten ihre frischen, spritzigen Noten.

Terpene und Aromen
Linalool

Monoterpenalkohol, C10H18O, mit blumigem Duft nach Lavendel und Bergamotte. Er kommt in mehr als zweihundert Pflanzenarten vor. Im Hanf ist er meist ein Nebenterpen, dank seiner niedrigen Geruchsschwelle aber gut wahrnehmbar.

Terpene und Aromen
Living Soillebendiger Boden

Anbau in einem Boden voller organischer Substanz und Mikroorganismen, in dem die Ernährung auf biologischer Aktivität beruht statt auf Mineraldünger bei jeder Bewässerung. Der Boden wird oft von Zyklus zu Zyklus weiterverwendet. Viele handwerkliche Produzenten setzen auf diesen Ansatz.

Anbau und Trocknung
LOD und LOQNachweisgrenze, Bestimmungsgrenze

Die Nachweisgrenze (LOD) ist die kleinste Menge, die eine Methode erkennen kann; die Bestimmungsgrenze (LOQ) die kleinste, die sie zuverlässig messen kann. Ein Ergebnis „< LOQ“ oder „n. n.“ bedeutet nicht null, sondern „unterhalb dessen, was die Methode messen kann“.

Labor und Qualität
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M

Männliche Pflanze

Die Pflanze mit Staubblüten, die den Pollen freisetzt. Sie trägt kaum Harz. Im Blütenanbau werden Männchen früh erkannt und entfernt, denn eine einzige Pflanze kann eine große Fläche bestäuben und die Ernte mit Samen füllen.

Botanik der Pflanze
Marokkanisches HaschischRif-Haschisch, Ketama

Harz aus dem Rifgebirge im Norden Marokkos rund um Ketama, über Jahrzehnte das weltweit wichtigste Haschischgebiet. Die traditionelle Methode schlägt getrocknete Pflanzen über gespannte Tücher aus. Der Begriff steht auch für Texturen und Stile, die aus dieser Tradition stammen.

Harze und Texturen
Mikrobiologische PrüfungTAMC, TYMC, Keimzahl

Zählung der vorhandenen Mikroorganismen: aerobe Gesamtkeimzahl (TAMC), Hefen und Schimmelpilze (TYMC) sowie Nachweis bestimmter Bakterien. Sie spiegelt die Hygiene bei Anbau, Trocknung und Verpackung. Die Ergebnisse werden in koloniebildenden Einheiten pro Gramm (KBE/g) angegeben.

Labor und Qualität
Mikron (µm)Maschenweite, Grad

Längeneinheit, ein Tausendstel Millimeter, mit der die Maschenöffnung von Sieben und Filterbeuteln angegeben wird. Übliche Sets reichen von 25 bis 220 µm. Die Fraktion von 73 bis 120 µm sammelt in der Regel die begehrtesten Trichomköpfe.

Harze und Texturen
Monoterpen

Terpen mit zehn Kohlenstoffatomen (zwei Isopreneinheiten), leicht und sehr flüchtig. Myrcen, Limonen, die Pinene, Terpinolen und Ocimen sind die wichtigsten im Hanf. Sie bilden die Kopfnote des Bouquets und verfliegen mit der Zeit als Erste.

Terpene und Aromen
MOQMindestbestellmenge

Abkürzung für minimum order quantity, die kleinste akzeptierte Menge pro Bestellung oder Artikel. Sie deckt die Bearbeitungskosten des Lieferanten. Die Mindestbestellmenge variiert je nach Produkt und Format.

B2B-Handel und Regulierung
MusterProbebestellung, Sample

Kleine Menge, die verschickt wird, damit ein Produkt vor einer Großbestellung beurteilt werden kann: Optik, Dichte, Aroma. Das ist der übliche erste Schritt einer neuen Geschäftsbeziehung. Gewerbliche Käufer erfahren auf unserer Seite Großhandel Europa, wie sie ein Muster anfragen.

B2B-Handel und Regulierung
MykotoxineAflatoxine, Ochratoxin A

Giftstoffe bestimmter Schimmelpilze (Aspergillus, Penicillium), vor allem die Aflatoxine B1, B2, G1, G2 und Ochratoxin A. Sie treten vor allem auf, wenn Material schlecht getrocknet oder zu feucht gelagert wurde. Ihre Bestimmung gehört zu den häufigsten Kontaminantenprüfungen.

Labor und Qualität
MyrcenBeta-Myrcen

Acyclisches Monoterpen, C10H16, mit erdigen, moschusartigen und fruchtigen Noten, die man auch aus Hopfen, Mango und Thymian kennt. Es ist sehr oft das Hauptterpen im Hanf. Sein Siedepunkt liegt bei etwa 167 °C.

Terpene und Aromen
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N

Nerolidol

Sesquiterpenalkohol, C15H26O, mit holzigen, blumigen und rindenartigen Noten, vorhanden in Neroli, Jasmin und Ingwer. Im Hanf ist es meist eine Nebenkomponente. Seine geringe Flüchtigkeit macht es zu einem stabilen Profilmarker.

Terpene und Aromen
NutzhanfIndustriehanf

Hanf, der in großem Maßstab aus zertifizierten Sorten für Faser, Samen, Schäben oder Biomasse angebaut wird. In Deutschland ist der Anbau anzeigepflichtig und wird von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung überwacht. Die EU zählt zu den größten Produzenten weltweit.

B2B-Handel und Regulierung
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O

OcimenBeta-Ocimen

Acyclisches Monoterpen, C10H16, mit süßen, krautigen und leicht holzigen Noten. Es steckt in Basilikum, Minze und vielen Blüten und ist sehr flüchtig. Vor allem in fruchtigen und tropischen Profilen taucht es auf.

Terpene und Aromen
Olivetolsäure

Kleines aromatisches Molekül mit einer Kette aus fünf Kohlenstoffatomen, das in den Trichomen entsteht. Es verbindet sich mit Geranylpyrophosphat, einer Terpen-Vorstufe, zu CBGA. Es ist der Baustein aller klassischen Cannabinoide mit Pentylkette.

Natürliche Cannabinoide
OutdoorFreilandanbau

Anbau im Freien unter der Sonne, mit einer Ernte pro Jahr im Spätsommer oder Herbst. Die Pflanzen werden größer, die Buds luftiger. Es ist die traditionelle Anbauform des europäischen Hanfs und die energiesparendste; mehr in unserem Ratgeber zu den Anbauformen.

Anbau und Trocknung
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P

PestizidrückständePflanzenschutzmittel

Spuren von Pflanzenschutzmitteln, die in einer Charge gemessen werden, häufig per Chromatographie mit Tandem-Massenspektrometrie. Labore prüfen in einem einzigen Lauf auf hunderte Substanzen. Das Ergebnis wird mit den geltenden Höchstgehalten verglichen.

Labor und Qualität
PhänotypPheno

Die Gesamtheit der sichtbaren Merkmale einer Pflanze: Wuchs, Farbe, Dichte, Aroma, chemisches Profil. Er entsteht aus dem Zusammenspiel von Genotyp und Umwelt. Zwei Samen derselben Sorte können daher unterschiedliche Phänotypen hervorbringen, weshalb Grower gezielt nach den besten „Phenos“ suchen.

Botanik der Pflanze
PhotoperiodeLichtperiode, photoperiodische Pflanze

Die tägliche Belichtungsdauer. Hanf ist eine Kurztagspflanze: Er blüht, wenn die Nächte länger werden. Indoor hält man für das Wachstum etwa 18 Stunden Licht und stellt dann auf 12 Stunden um, um die Blüte einzuleiten.

Botanik der Pflanze
PinenAlpha-Pinen, Beta-Pinen

Bicyclisches Monoterpen, C10H16, in zwei Formen, alpha und beta. Es trägt den Duft von Kiefernnadeln und Nadelholzharz. Alpha-Pinen zählt zu den am weitesten verbreiteten Terpenen im Pflanzenreich.

Terpene und Aromen
PlatteRiegel, Slab

In Platten- oder Riegelform gepresstes Format, der Standard für Harz im Großhandel. Das Pressen verringert die Oberfläche, die der Luft ausgesetzt ist, und schützt so die Terpene. Die Platte wird anschließend nach Gewicht geschnitten.

Harze und Texturen
Pollen (Handelsbegriff)Harzpollen

Im Handel der Name für trocken gesiebtes Harz, pulvrig oder nur leicht gepresst, von goldener bis beiger Farbe. Streng genommen ist das falsch: Echter Pollen stammt aus männlichen Blüten und enthält kein Harz. Der Begriff ist bei Händlern und Käufern dennoch fest etabliert.

Harze und Texturen
Popcorn-BudsSmalls, kleine Blüten

Kleine Buds aus den unteren Bereichen der Pflanze, die weniger Licht abbekommen. Gleiche Genetik und oft gleiches Profil wie die großen Buds, aber weniger dicht und leichter. Sie kosten in der Regel weniger; wie man sie beurteilt, erklärt unser Ratgeber zur Qualität von Hanfblüten.

Anbau und Trocknung
ProbenahmeBeprobung

Entnahme eines repräsentativen Teils einer Charge für die Analyse. Ein Ergebnis ist nur so verlässlich wie die Probe: an mehreren Stellen entnehmen, homogenisieren, eine Rückstellprobe aufbewahren. Für die amtliche THC-Kontrolle auf dem Feld schreibt die EU eine Probenahme aus dem oberen Drittel der Pflanzen vor.

Labor und Qualität
ProformarechnungProforma

Ein wie eine Rechnung aufgebautes Dokument, das vor dem eigentlichen Verkauf ausgestellt wird, etwa für eine Vorauszahlung oder Zollformalitäten. Sie ist kein Buchungsbeleg: Die endgültige Rechnung folgt später.

B2B-Handel und Regulierung
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R

Relative LuftfeuchterF

Verhältnis in Prozent zwischen der Wassermenge in der Luft und der Höchstmenge, die sie bei dieser Temperatur aufnehmen kann. Sie steuert die Trocknung und danach die Lagerung. Zu hohe Feuchte begünstigt Schimmel, zu niedrige lässt Blüten austrocknen.

Anbau und Trocknung
Restlösungsmittel

Lösungsmittelspuren, die nach der Herstellung in einem Extrakt verbleiben, etwa Butan, Propan oder Ethanol. Sie werden per Gaschromatographie gemessen und in ppm angegeben. Mechanische Harze (Kif, Haschisch, Rosin) enthalten per Definition keine.

Labor und Qualität
Reverse-Charge-VerfahrenSteuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers

Verfahren, bei dem nicht der Verkäufer, sondern der gewerbliche Käufer die Umsatzsteuer auf einen innergemeinschaftlichen Erwerb abführt. Die Rechnung trägt dann den entsprechenden Hinweis und die USt-IdNr. beider Parteien.

B2B-Handel und Regulierung
RosinHash Rosin, Flower Rosin

Harz, das allein mit Druck und Wärme, ganz ohne Lösungsmittel, aus Blüten, Kif oder Haschisch gepresst wird. Von Hash Rosin spricht man, wenn das Ausgangsmaterial ein Eiswasser-Harz ist. Die Textur reicht von glasig bis cremig.

Harze und Texturen
RückverfolgbarkeitTraceability

Die Fähigkeit, den Weg einer Charge vom Anbau bis zur Lieferung nachzuvollziehen: Lieferant, Chargennummer, Analysen, Transport, Rechnung. Für Wiederverkäufer ist sie die Grundlage, um eine Kontrolle oder die Frage eines gewerblichen Kunden zu beantworten.

Labor und Qualität
RuderalisCannabis ruderalis

Robuste, kleinwüchsige Hanfform mit kurzem Zyklus aus Zentralasien und Russland. Ihre Besonderheit: Sie blüht nach Alter und nicht nach Tageslänge. Züchter kreuzten sie mit anderen Linien, um selbstblühende Sorten zu schaffen.

Botanik der Pflanze
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S

Sammlerartikel

Die Positionierung, unter der Green Connection seine Blüten und Harze anbietet: Sammlerstücke und Aromamaterialien, nicht zum Verzehr bestimmt. Jeder Käufer bleibt dafür verantwortlich, die Regeln seines Landes einzuhalten. Die verfügbaren Artikel findest du in unserem Katalog.

B2B-Handel und Regulierung
Säureformsaure Cannabinoide, neutrale Formen

In der lebenden Pflanze entstehen Cannabinoide als Carbonsäuren, gekennzeichnet durch den Buchstaben A: THCA, CBDA, CBGA. Die neutralen Formen ohne Carboxylgruppe tragen den Kurznamen (THC, CBD, CBG). Ein Prüfbericht weist beide getrennt aus, deshalb lohnt sich der Blick auf jede Zeile.

Natürliche Cannabinoide
SchäbenHanfschäben, Hurd

Der holzige Kern des Stängels, der nach dem Abtrennen der Fasern übrig bleibt. Leicht und sehr saugfähig, dient er als Tiereinstreu, Mulch und Zuschlagstoff für Hanfbeton. Schäben machen den Großteil der Stängelmasse aus.

Botanik der Pflanze
SchwermetalleBlei, Cadmium, Quecksilber, Arsen

Elemente wie Blei, Cadmium, Quecksilber und Arsen, auf die bei Kontaminantenanalysen geprüft wird. Hanf nimmt Metalle leicht aus dem Boden auf, so sehr, dass er zur Sanierung belasteter Flächen erforscht wird. Boden- und Betriebsmittelqualität sind daher entscheidend.

Labor und Qualität
Sesquiterpen

Terpen mit fünfzehn Kohlenstoffatomen (drei Isopreneinheiten), schwerer und weniger flüchtig als ein Monoterpen. Beta-Caryophyllen und Humulen sind im Hanf am häufigsten. Ihr Gewicht hilft ihnen, die Trocknung zu überstehen, weshalb ihr Anteil in älteren Blüten steigt.

Terpene und Aromen
Shatter

Glasartiges, durchscheinendes Konzentrat, das wie Glas zerspringt, daher der englische Name. Die Farbe reicht von hellem Bernstein bis Gold. Bei Wärme wird es weicher und kann mit dem Alter seine Klarheit verlieren.

Harze und Texturen
Sinsemillasamenlos

Spanisches Wort für „ohne Samen“, verwendet für unbestäubte weibliche Blüten. Ohne Befruchtung bildet die Pflanze weiter Brakteen und Trichome. Das ist der Standard für jede Qualitätsblüte.

Anbau und Trocknung
Sitzendes Köpfchentrichomsessiles Trichom

Drüsentrichom ohne Stiel, dessen Kopf direkt auf der Oberhaut sitzt. Es ist kleiner als das Stieltrichom und bildet weniger Terpene. Entwicklungsstudien deuten darauf hin, dass ein Teil der Stieltrichome aus sitzenden Vorstufen hervorgeht.

Botanik der Pflanze
StaffelpreisMengenrabatt, Preisstaffel

Preisraster, bei dem der Preis pro Gramm oder Kilo sinkt, je größer die Bestellmenge ist. Übliche Staffeln reichen von hundert Gramm bis zu mehreren Kilo. Die öffentlichen Preise jedes Artikels stehen in unserem Katalog.

B2B-Handel und Regulierung
StecklingKlon, Mutterpflanze

Ein von einer Mutterpflanze geschnittener Trieb, der zur Bewurzelung gebracht wird. Genetisch identisch mit der Mutter, sorgt er für eine einheitliche Ernte. Die Mutterpflanze bleibt in der Wachstumsphase, um laufend Stecklinge zu liefern.

Anbau und Trocknung
StempelNarben, Pistill, Härchen

Weibliches Organ der Blüte; die Härchen, die aus den Brakteen ragen, sind vor allem die Narben, zwei Fäden zum Auffangen des Pollens. Zu Beginn der Blüte weiß, färben sie sich mit der Zeit braun oder orange. Ihre Farbe gibt einen Hinweis auf die Reife, ist aber weniger verlässlich als der Blick auf die Trichome.

Botanik der Pflanze
SynthaseTHCA-Synthase, CBDA-Synthase, CBCA-Synthase

Enzym, das aus CBGA ein saures Cannabinoid bildet. THCA-Synthase, CBDA-Synthase und CBCA-Synthase sind Oxidocyclasen, die in den Speicherraum der Trichome abgegeben werden. Welches Gen in einer Pflanze überwiegt, entscheidet weitgehend über ihren Chemotyp.

Natürliche Cannabinoide
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T

TerpenTerpene

Flüchtiger Kohlenwasserstoff, aufgebaut aus Einheiten mit fünf Kohlenstoffatomen, dem Isopren. Hanf bildet in seinen Trichomen mehr als hundert davon, und sie machen den Großteil seines Dufts aus. Chemie, Flüchtigkeit und 25 Steckbriefe im Terpen-Guide.

Terpene und Aromen
Terpenoidsauerstoffhaltiges Terpen

Ein Terpen mit einer sauerstoffhaltigen Gruppe: Alkohol, Ether, Keton oder Oxid. Linalool, Bisabolol und Nerolidol sind Beispiele. Im Alltag fasst man Terpene und Terpenoide meist unter „Terpene“ zusammen.

Terpene und Aromen
TerpenprofilAromaprofil

Die Rangfolge der in einer Charge gemessenen Terpene: ein dominantes, zwei oder drei Nebenterpene und Spuren. Der Gesamtterpengehalt einer Blüte beträgt höchstens wenige Prozent des Trockengewichts. Das Profil hängt von Genetik, Anbau und Trocknung ab; wie man es liest, zeigt unser Terpen-Guide.

Terpene und Aromen
Terpinolen

Monoterpen, C10H16, mit frischen Noten, zugleich holzig, blumig und leicht zitrisch. Selten dominant, prägt es dennoch eine klar erkennbare Aromagruppe unter den Hanfsorten. Es kommt auch in Äpfeln, Kreuzkümmel und Teebaum vor.

Terpene und Aromen
THCDelta-9-Tetrahydrocannabinol, Δ9-THC

Delta-9-Tetrahydrocannabinol, C21H30O2, ein Isomer von CBD, dessen Struktur 1964 beschrieben wurde. Es ist das Referenz-Cannabinoid der Regulierung: Sein Gehalt entscheidet, ob eine Hanfsorte in Europa zulässig ist. Die Rechtslage fasst unsere Seite zur europäischen Gesetzgebung zusammen.

Natürliche Cannabinoide
THC-Grenzwert von 0,3 %THC-Schwelle, GAP

Höchster THC-Gehalt für Hanfsorten, die Zahlungen der Gemeinsamen Agrarpolitik erhalten können, festgelegt in Artikel 4 der Verordnung (EU) 2021/2115 und gültig seit dem 1. Januar 2023 (zuvor 0,2 %). Die Mitgliedstaaten behalten Zuständigkeiten für einen Teil der Verkaufsregeln; siehe unsere Seite zur Rechtslage in Europa.

B2B-Handel und Regulierung
THCATetrahydrocannabinolsäure, THCA-A

Delta-9-Tetrahydrocannabinolsäure, C22H30O4, molare Masse rund 358,5 g/mol. Sie entsteht aus CBGA durch die THCA-Synthase und ist die Säureform des THC in der Pflanze. Das vollständige chemische Profil steht in unserem THCA-Guide.

Natürliche Cannabinoide
THCVTetrahydrocannabivarin, Varin

Tetrahydrocannabivarin, C19H26O2. Es gehört zu den Varinen, Cannabinoiden mit einer Seitenkette aus drei statt fünf Kohlenstoffatomen, aufgebaut aus Divarinsäure. Nennenswerte Mengen finden sich in einigen Linien afrikanischer oder asiatischer Herkunft.

Natürliche Cannabinoide
Thiole und flüchtige SchwefelverbindungenVSC, Gas-Noten, Skunk

Schwefelverbindungen, die nur in winzigen Spuren vorkommen, aber eine enorme Geruchskraft haben. 2021 identifizierte ein US-Forschungsteam 3-Methyl-2-buten-1-thiol als Hauptquelle des typischen „Skunk“-Geruchs. Diese Stoffe erreichen ihren Höhepunkt gegen Ende der Blüte und beim Curing und nehmen bei der Lagerung wieder ab.

Terpene und Aromen
Trichom

Mikroskopisch kleiner Auswuchs der Pflanzenoberhaut. Hanf besitzt nichtdrüsige Trichome, einfache Schutzhaare, und Drüsentrichome, die Harz absondern. Letztere geben den Blüten ihren frostigen Look und sind der Rohstoff aller Harze und Haschischsorten.

Botanik der Pflanze
TrimmenManiküre, Wet Trim, Dry Trim

Das Entfernen der Blätter rund um die Buds, von Hand mit der Schere oder maschinell, an frischen (Wet Trim) oder getrockneten Pflanzen (Dry Trim). Handarbeit ist langsamer, schont aber die Trichome besser; ein zentrales Kriterium in unserem Ratgeber zur Blütenqualität.

Anbau und Trocknung
TrocknungHängetrocknung

Der Schritt, der frisches Material auf eine stabile Feuchte bringt. Er erfolgt langsam, im Dunkeln, bei kühler und mäßig feuchter Luft, oft um 15 bis 20 °C und 55 bis 65 % relativer Luftfeuchte, über ein bis zwei Wochen. Zu schnelles Trocknen vertreibt Terpene, wie unser Lagerungs-Ratgeber erklärt.

Anbau und Trocknung
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U

USt-IdNr.Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, VIES

Die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer kennzeichnet ein Unternehmen im innergemeinschaftlichen Handel; ihre Gültigkeit lässt sich online über das VIES-System der Europäischen Kommission prüfen. In Deutschland vergibt sie das Bundeszentralamt für Steuern. Zwischen Unternehmen aus zwei Mitgliedstaaten wird die Lieferung grundsätzlich ohne Umsatzsteuer berechnet.

B2B-Handel und Regulierung
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W

Wachstumsphasevegetative Phase

Phase, in der die Pflanze Triebe, Blätter und Wurzeln bildet, ohne zu blühen. Indoor wird sie mit langen Tagen von etwa 18 Stunden Licht gehalten. Ihre Dauer beeinflusst die Endgröße und die Zahl der Blütenstände.

Anbau und Trocknung
WaxBudder

Opakes Konzentrat mit wachsartiger, mehr oder weniger formbarer Konsistenz. Aufgeschlagen und luftiger heißt es Budder. Die Grenzen zwischen Wax, Budder und Badder ziehen Hersteller unterschiedlich.

Harze und Texturen
Weibliche Pflanze

Die Pflanze, die die Blütenstände trägt, bedeckt mit harzreichen Drüsentrichomen. Sie liefert sämtliche Blüten des Handels. Bleibt sie unbestäubt, produziert sie weiter Harz, statt ihre Energie in Samen zu stecken.

Botanik der Pflanze
White LabelEigenmarke, Private Label

Ein Produkt, das ein Lieferant herstellt oder abpackt und das unter der Marke des Käufers verkauft wird. Der Wiederverkäufer wählt Verpackung und Erscheinungsbild. Die Verantwortung für die Kennzeichnung im Verkaufsland liegt bei ihm.

B2B-Handel und Regulierung
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Z

ZolltarifnummerKN-Code, Kombinierte Nomenklatur

Achtstelliger Code der Kombinierten Nomenklatur der EU, aufgebaut auf dem sechsstelligen internationalen Harmonisierten System. Er ordnet jede Ware für Statistik und Zoll ein. Roher oder gerösteter Hanf fällt zum Beispiel unter die Position 5302.

B2B-Handel und Regulierung
ZuckerblattSugar Leaf

Kleines Blatt, das aus dem Blütenstand wächst und sich mit Trichomen überzieht, daher das zuckrige Aussehen. Beim Trimmen wird es größtenteils entfernt. Weil es viel Harz trägt, dient es oft als Ausgangsmaterial für gesiebte Harze.

Botanik der Pflanze
Zweihäusigdiözisch

Bezeichnet eine Art, deren männliche und weibliche Blüten auf getrennten Pflanzen wachsen. Hanf ist von Natur aus zweihäusig, mit einem XY-System der Geschlechtsbestimmung ähnlich dem der Säugetiere. Für Sammlerblüten werden nur die weiblichen Pflanzen behalten.

Botanik der Pflanze
ZwitterHermaphrodit, intersexuelle Pflanze

Eine weibliche Pflanze, die zusätzlich männliche Blüten bildet, oft unter Stress wie Lichtlecks, Hitze oder instabiler Genetik. Der botanisch genaue Begriff lautet intersexuell. Diese Blüten können die Ernte bestäuben und Samen hinterlassen, was die Charge entwertet.

Botanik der Pflanze
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Methode

Wie dieses Glossar entstanden ist

Jede Definition beruht auf Primär- oder Referenzquellen: amtlichen Texten der Europäischen Union, begutachteten wissenschaftlichen Veröffentlichungen, chemischen Datenbanken und technischen Normen. Die Summenformeln folgen PubChem. Die genannten Zahlen (Grenzwerte, Spannen, Daten) stammen aus diesen Dokumenten; wo die Fachliteratur uneinig ist, nennen wir eine Größenordnung statt eines exakten Werts.

Das Glossar wird zusammen mit der Website aktualisiert. Begriffe zur Blütenqualität und zu Harzen verweisen auf unsere Fachratgeber, die jedes Thema mit Tabellen und Beispielen vertiefen.

Rahmen

Unsere Position

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Blüten und Harze für Händler

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Unsere Guides und Seiten

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Häufige Fragen

Glossar FAQ

Kurze Antworten auf die häufigsten Fragen zum Fachvokabular.

Was ist der Unterschied zwischen Hanf und Cannabis?
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Botanisch handelt es sich um dieselbe Art, Cannabis sativa L. In der Europäischen Union bezeichnet Hanf die im gemeinsamen Sortenkatalog gelisteten Sorten, deren THC-Gehalt 0,3 % nicht übersteigt und die für Faser, Samen oder Blüten angebaut werden. Cannabis ist der Oberbegriff für die Art.

Wofür steht das „A“ in THCA, CBDA oder CBGA?
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Das A steht für die Säureform des Moleküls, das eine Carboxylgruppe trägt. In dieser Form bildet die Pflanze ihre Cannabinoide in den Trichomen: THCA, CBDA und CBGA sind die sauren Varianten von THC, CBD und CBG.

Was ist ein Trichom und warum ist es so wichtig?
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Ein Trichom ist ein winziger Auswuchs der Pflanzenoberfläche. Die Drüsentrichome weiblicher Blüten bilden und speichern das Harz, also Cannabinoide und Terpene. Ihre Dichte und ihr Reifegrad bestimmen, wie eine Blüte aussieht und wie gut ein Harz werden kann.

Was unterscheidet Haschisch, Pollen und Kif?
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Alle drei sind von der Pflanze getrenntes Harz. Kif ist das lose Pulver aus Trichomköpfen, gewonnen durch Trockensieben; „Pollen“ heißt im Handel ein kaum gepresstes, gesiebtes Harz; Haschisch ist gepresstes, verdichtetes Harz in Platten-, Kugel- oder Stangenform.

Terpen oder Terpenoid: Welches Wort ist richtig?
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Ein Terpen besteht nur aus Kohlenstoff und Wasserstoff, etwa Myrcen. Ein Terpenoid enthält zusätzlich Sauerstoff, etwa Linalool. Im Branchenalltag meint „Terpene“ meist beide Gruppen.

Was bedeuten „Full Melt“ und „73-120 Mikron“?
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Das sind Reinheitsangaben für Eiswasser-Harze. Die Zahl in Mikron nennt die Maschenweite der Filterbeutel, die das Harz zurückgehalten haben; die Fraktion von 73 bis 120 µm enthält meist die saubersten Trichomköpfe, aus denen Full-Melt-Qualitäten entstehen.

Indoor, Outdoor oder Gewächshaus: Was ändert sich?
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Die Anbauform. Indoor heißt Kunstlicht im kontrollierten Klima, Outdoor Freiland unter der Sonne, Gewächshaus Tageslicht unter einer Abdeckung. Jede Form liefert Blüten mit anderer Optik, Dichte und Preislage.

Was ist ein Analysezertifikat (COA)?
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Der Bericht, den ein Labor für eine bestimmte Charge ausstellt: Probenidentität, Methoden, Cannabinoidgehalte und je nach Auftrag Terpene oder Kontaminanten. Er wird zusammen mit der Chargennummer, dem Prüfdatum und den Bestimmungsgrenzen gelesen.

Woher stammt der THC-Grenzwert von 0,3 % in Europa?
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Aus der Verordnung (EU) 2021/2115 zur Gemeinsamen Agrarpolitik: Seit dem 1. Januar 2023 dürfen förderfähige Hanfsorten einen THC-Gehalt von 0,3 % nicht überschreiten. Die Regeln für den Verkauf fertiger Erzeugnisse bleiben teilweise national.

Arbeitet Green Connection mit gewerblichen Kunden?
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Ja. Shops, Distributoren und Wiederverkäufer können den Katalog ansehen, ein Muster anfragen und ein gewerbliches Angebot direkt über WhatsApp erhalten.